Christlich Demokratische Union Deutschlands                                  

 CDU -   STADTVERBAND STEINBACH

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    Vorsitzender: Michael Dill - Austraße 2a - 61449 Steinbach (Taunus) - Telefon: 0 61 71 – 8 66 04 60 – E-Mail: info@CDU-Steinbach.com

 

TZ Printausgabe vom 21.02.2008

Für Ladenzentrum gibt’s die meisten Stimmen von Michael Neumann


Steinbach. Die Mehrheit der Steinbacher würde ungeachtet des Bürgerentscheids gerne im Neubaugebiet Taubenzehnter einkaufen gehen, wenn schon nicht in einem Supermarkt, dann doch wenigstens in einem Ladenzentrum. Das ergab eine Fragebogenaktion der CDU, deren Ergebnis am Dienstagabend im Bürgerhaus bekannt gegeben wurde. Reinhard Meisberger hatte die Umfrage ausgewertet, CDU-Fraktionschef Heino von Winning kommentierte die Resultate. Gleich zu Beginn merkte er vor etwa 30 Besuchern an, dass die Umfrage keinen repräsentativen Charakter haben könne. Er vermute, dass die Mehrheit der Bürger, die den Fragebogen ausgefüllt hatten, sich einen Supermarkt im Taubenzehnten gewünscht hätten. Von Winning stellte noch einmal heraus, dass seine Partei die Entscheidung der Bürger gegen einen Supermarkt respektiere.

 

336 Steinbacher hatten den Umfragebogen, der an alle Haushalte verteilt worden war, ausgefüllt, 159 von ihnen hatten zusätzliche Anregungen notiert. Es ging um die Frage, wie das Areal im Neubaugebiet Taubenzehnter, das für einen Supermarkt vorgesehen war, künftig genutzt werden sollte. Im Fragekatalog angeboten worden waren Ladenzentrum, Autohaus, Gartenzentrum, Bürogebäude, Gesundheitseinrichtung sowie Wohnen mit oder ohne Garten oder hinter einer Lärmschutzwand.


172 Steinbacher machten ihr Kreuzchen beim Ladenzentrum. Vorstellen konnten sie sich Läden für Kleider oder Schuhe, aber auch eine Drogerie oder eine Buchhandlung. Andere sprachen sich für ein Restaurant, eine Eisdiele oder ein Café aus. Von Winning merkte an, dass ein Ladenzentrum wohl größere Vermarktungschancen haben würde als die anderen Vorschläge. Auf diesem Wege ließe sich ein attraktiver Stadteingang gestalten und es werde ein Beitrag zur Infrastruktur geleistet. Allerdings müsse bei der Auswahl der Läden darauf geachtet werden, dass keine Konkurrenz zum Einzelhandel in der Innenstadt geschaffen werde.


Wenig Chancen rechnete sich von Winning für ein Autohaus aus, das immerhin 47 Befragte favorisiert hatten. 92 Kreuzchen gab es für ein Gartenzentrum, doch auch hier winkte von Winning ab. „Ein solches Zentrum braucht viel Fläche, die Stadt wird kaum den Verkaufspreis erzielen, der bei einer anderen Nutzung möglich wäre“. sagte er. Vielfach gewünscht (161 Stimmen) wurde ein Gesundheitszentrum, möglicherweise in Form eines Ärztehauses. Doch dem gab CDU-Fraktionsmitglied Dr. Wolfgang Tacke wenig Chancen. Der Hochtaunuskreis sei heute schon überversorgt, für weitere Arztpraxen in Steinbach werde es keine Zulassungen geben. Allenfalls ein Masseur könnte hier eine Zukunft haben.


Auch dem Wohnungsbau entlang der Eschborner Straße räumt die CDU wenig Chancen ein. Das Problem mit dem Lärmschutz sei nicht zu lösen, sagte von Winning. Am Ortseingang eine Lärmschutzwand aufzurichten wäre eine städtebauliche Sünde. Und Wohnhäuser, die nach Nordosten ausgerichtet seien, wären wenig attraktiv.

Viele Steinbacher hatten bei der Umfrage die Gelegenheit genutzt, eigene Ideen für die Nutzung des Geländes einzubringen. Zu ihren Vorschlägen gehörten eine Diskothek, eine Freizeiteinrichtung wie ein Bowling-Zentrum, ein Kino, eine Musikschule oder eine Tanzschule. Auch ein Eros-Center wurde ins Spiel gebracht, mit der Anmerkung: „Das jetzige ist zu klein!“


An öffentlichen Einrichtungen konnten sich die Befragten einen Umzug von Feuerwehr und Rathaus in den Taubenzehnten vorstellen. Aber auch eine kirchliche Einrichtung, ein Jugendzentrum, eine Polizeistation, eine Realschule und ein Theater seien vorstellbar.


Auf einen der Vorschläge, nämlich auf das Baugebiet ganz zu verzichten, werde die Politik kaum zurückgreifen, sagte von Winning. „Auch wenn wir immer noch mehr Geburten als Todesfälle zählen, verlassen Monat für Monat zehn Bürger die Stadt Steinbach. Und nichts ist schlimmer als eine sterbende Stadt.“

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