|
TZ
Printausgabe vom 20.12.2007
Architekten-Wettbewerb entschieden +++ Baubeginn: Anfang 2009 +++
Sporthalle wird saniert
So
soll die neue Grundschule aussehen
Von Anke Hillebrecht
Steinbach.
Nach
einer zwölfstündigen Sitzung waren sich die Preisrichter einig,
welches der 482 Architekturbüros den Neubau der
Geschwister-Scholl-Schule planen darf. Dem Entwurf der CCR
Architekten BDA aus Stuttgart sei es gelungen, das Grundstück
sinnvoll zu gliedern sowie wohlproportionierte Freiflächen zu
bilden, wie Landrat Ulrich Krebs (CDU) bei der Vorstellung der Pläne
herausstellte. 30 Architekturbüros waren in die engere Auswahl
gekommen.
Hinein in die neue Grundschule, die im Frühjahr oder Sommer 2010
fertig sein soll, geht es durch eine große, helle Halle, von der
eine Treppe in den oberen Stock führt. Damit werden gleich zwei
Wünsche der Schulgemeinde wahr, wie Schulleiterin Sabine Schulze
betont: Zum einen wird es nun einen richtigen Haupteingang geben,
der nicht über den eigentlichen Schulhof zu erreichen ist, und zum
anderen kann der hohe Eingangsbereich mitunter auch als Aula genutzt
werden.

Von der Halle geht’s in die Mensa und weiter ins abgetrennte
Betreuungszentrum, das auch groß genug für den Betrieb einer
Ganztagsschule wäre. Zunächst aber werden dort sechs Gruppen
eingerichtet. Den Bedarf dafür sieht Bürgermeister Peter Frosch
(CDU) als gegeben. Wie Schulze war auch er Mitglied des
Preisgerichts. Die Stadt beteiligt sich mit 2,5 Millionen Euro an
den Kosten; 1,5 Millionen soll die Vermarktung einer Fläche auf dem
Schulgelände einbringen; dort werden zehn Reihenhäuser entstehen.
Die Beteiligung am Betreuungszentrum hat das Stadtparlament bereits
beschlossen.
Das
Schulgebäude wird die Wohnbebauung akustisch abschirmen, denn der
Pausenhof liegt geschützt gen Süden – mit Blick ins Grün der
Kleingartenanlage. An eine zuvor angedachte Erweiterung der Schule
dorthin wird in Anbetracht der sinkenden Schülerzahlen nicht mehr
gedacht. Die GSS hat derzeit 420 Schüler – 100 davon werden betreut
– und soll als vierzügige Grundschule weitergeführt werden. „Da wird
es grün bleiben“, versicherte Frosch.
Anders als
jetzt wird es ein großes hufeisenförmiges Gebäude und einen großen
Pausenhof geben – aus Sicht der Schulleiterin ein weiterer Vorteil,
da es derzeit mehrere kleine Gebäude und einen verwinkelten,
schwierig zu beaufsichtigenden Schulhof gibt.
Während der
Rathauschef froh ist, dass zumindest der Baubeginn – geplant ist
dieser für Anfang 2009 – noch in seine Amtszeit fällt, ist es in den
Augen der Rektorin höchste Zeit. „Der Neubau darf nicht noch weiter
verschoben werden“, sagt sie mit Blick darauf, dass der Startschuss
schon früher vorgesehen war. Die Dächer seien marode, und die
Heizung drohe jederzeit auszufallen. Die Sporthalle der Grundschule
dagegen soll stehen bleiben und wird saniert.
Die
Wettbewerbsarbeiten sind von Mittwoch, 16. Januar, bis Freitag,
25. Januar, in der Taunus-Galerie im Landratsamt (Haus 2,
Erdgeschoss und 1. Stock) zu sehen. Öffnungszeiten: montags bis
mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 17 Uhr und
freitags von 8 bis 12 Uhr.
|