Christlich Demokratische Union Deutschlands                                  

  CDU -   STADTVERBAND STEINBACH

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TZ Printausgabe vom 19.12.2007

CDU sucht per Flugblatt Ideen fürs Baugebiet Von Petra Pfeifer
 

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Nachdem die Steinbacher sich per Bürgerentscheid gegen einen Supermarkt am südlichen Ortseingang ausgesprochen haben, sollen sie der CDU jetzt sagen, was sie dort haben möchten. Foto: Pfeifer

 

Steinbach. Während im Baugebiet Eschborner Weg bereits die ersten Rodungen angefangen haben und ein großes Schild für die hier entstehenden Einfamilienhäuser wirbt, wird für das vorgesehene Neubaugebiet „Taubenzehnter“, seitdem das Bürgerbegehren den geplanten Lebensmittelmarkt gekippt hat, nach neuen Lösungen gesucht. Hierfür Ideen zu sammeln, hat sich die CDU nun auf die Fahne geschrieben und ein entsprechendes Flugblatt in den Briefkästen verteilt.

Hierin werden die Steinbacher aufgefordert, ihre Ideen sprudeln zu lassen und den Christdemokraten mitzuteilen, „mit welcher Nutzung sie einverstanden sind“. Neben den freien Feldern, in denen eigene Vorstellungen einzutragen sind, kann der Befragte Kreuze neben den Stichworten Ladenzentrum, Autohaus, Gartenzentrum, Bürogebäude, Gesundheitseinrichtung und Wohngebäude – mal ohne Garten, dann mit Garten zur Straße oder hinter einer Lärmschutzwand – setzen.

 Als „Wunschkonzert“ möchte der CDU-Fraktionsvorsitzende Heino von Winning, diese Aktion nicht betrachtet wissen: „Wir haben aus dem Bürgerbegehren gelernt, dass der Bürger mitentscheiden möchte.“

 

Daher möchten wir jetzt dessen Favoriten kennen lernen.“ Denn erst dann könne man einen entsprechenden Investor suchen: „Ob der sich auch finden lässt, ist wieder eine ganz andere Frage“, weiß von Winning und setzt hinzu: „Wir möchten eine positive Diskussion anregen.

 

Angekommen ist diese Idee bei der Bürgerplattform: Das Flugblatt findet Sprecher Jochem Entzeroth. eine „gute Sache“. „Die Bürger spüren jetzt, dass die CDU weiß, dass sie nicht machen kann, was sie will.“ Auch die Bürgerplattform habe mit dem Gedanken gespielt, solch eine Aktion zu starten: „Doch wir wollen ein Forum gründen, in dem alle Parteien vertreten sind – wir wollen uns bei der bundesweiten Aktion ,Ab in die Mitte‘ engagieren.“ Blickt Entzeroth auf den Fragebogen, so könnte er sich für eine Gesundheitseinrichtung oder ein Autohaus begeistern: „Vielen schwebt aber auch ein Altenzentrum vor.“


Von Winning hat schon „erfreulich viele“ Rückmeldungen erhalten, die ebenfalls für das Gesundheitszentrum stimmten: „Vorstellbar wäre ein Ärztezentrum in Kombination mit einer Fitnesseinrichtung oder Therapieräumen.“

Die SPD begrüßt die Tatsache, dass die CDU mit dem Fragebogen mehr Bürgernähe demonstriere. „Aber wir sehen darin auch ein Zeichen der Ratlosigkeit von Bürgermeister und CDU nach krassen Versäumnissen der Stadt“, so Thomas Winter, Vorsitzender des SPD-Ortsverbandes.


Die SPD hatte in der jüngsten Parlamentssitzung, wie berichtet, einen Dringlichkeitsantrag zu einer Machbarkeitsanalyse von Bebauungs-Alternativen eingereicht, der im Bau-, Verkehr- und Umweltausschuss diskutiert werden soll. „Denn wir sehen keinen Sinn in einer Befragung, ohne zu wissen, was realisierbar ist“, sagt Winter.