Christlich Demokratische Union Deutschlands                                  

  CDU -   STADTVERBAND STEINBACH

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TZ Printausgabe vom 17.12.2007

 

Baugebiete ohne Nahwärmeversorgung

 

Steinbach. Mit dem Nein zum Lebensmittelmarkt im „Taubenzehnten“ ist auch eine Nahwärmeversorgung für das Areal und das benachbarte Baugebiet „Am Eschborner Weg“ endgültig vom Tisch. Wie berichtet, wollte die Stadt eine gemeinsame Heizzentrale für beide Baugebiete realisieren. Zuletzt war dafür als Standort der Keller des Lebensmittelmarktes im Gespräch. Eine Holzhackschnitzel-Feuerungsanlage sollte dort installiert werden. Laut Stadt hatte sich auch der potenzielle Investor für den Lebensmittelmarkt von einer solchen Anlage wirtschaftliche Vorteile versprochen.

 

Doch nach dem Bürgerentscheid muss erst einmal ein neuer Interessent für das Grundstück im „Taubenzehnten“ gefunden werden. Und da mit der Erschließung des Baugebiets „Am Eschborner Weg“ bereits im Frühjahr begonnen werden soll, wie Steinbachs Bauamtsleiter Alexander Müller erläutert, müsse nun ohne Nahwärmeversorgung geplant werden. „Denn andere Standorte für die Heizzentrale stehen nicht zur Verfügung“, sagte jetzt Bürgermeister Peter Frosch (CDU) im Parlament.
 
Lange Zeit hatte man im Rathaus gehofft, dass das Blockheizkraftwerk auf dem Gelände der Hochhäuser Niederhöchstädter Straße 12–20 untergebracht werden könnte (TZ berichtete). Die fünf Gebäude sollten zugleich an das neue Wärmeversorgungsnetz angeschlossen werden.

 
Die Eigentümergemeinschaft hatte allerdings von Anfang an Bedenken gegen dieses Projekt, unter anderem wegen der „Abhängigkeit von der Tarifgestaltung des Wärmelieferanten“, wie es in einem Bericht der Stadt heißt. Bereits bei einer ersten Diskussion im Bau-, Verkehr- und Umweltausschuss zum Thema hatte zudem ein Vertreter der Hausverwaltungsgesellschaft darauf hingewiesen, dass die bestehende Heizzentrale der Hochhäuser quasi noch neu sei.

 
Die Energieversorgung Offenbach (EVO), mit der das Projekt Nahwärmeversorgung realisiert werden sollte, hatte offenbar ihr Angebot an die Verwaltungsgesellschaft mehrfach nachgebessert. Es kam allerdings zu keiner Einigung.

 
Von einer gemeinsamen Heizzentrale hatte sich die Stadt geringere Energiekosten für die angeschlossenen Haushalte versprochen – und weniger Kohlendioxid-Emissionen. (mj)