Christlich Demokratische Union Deutschlands                                  

  CDU -   STADTVERBAND STEINBACH

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TZ Printausgabe vom 21.03.2007

In der Mitte wächst der Markt Von Michael Neumann



Steinbach. Die Gestaltung der so genannten „Neuen Mitte“ ist schon lange eines der am heißesten diskutierten politischen Themen in Steinbach, doch gab es bisher kaum Konkretes zu den Planungen für den Bereich um St.-Avertin-Platz, Untergasse, Hessenring und Gartenstraße. Das hat sich nun geändert: Wie Bürgermeister Peter Frosch (CDU) am Montagabend auf Anfrage der SPD-Fraktion im Stadtparlament berichtete, habe die Verwaltung nach vierjährigem Bemühen inzwischen einen Investor gefunden, der bereit sei, in die Umgestaltung der Neuen Mitte zu investieren.

Vorrangiges Ziel ist es laut Frosch, die Rahmenbedingungen für den Plus-Markt zu stärken und dessen Verbleib am St-Avertin-Platz langfristig zu sichern. Konkret bedeute dies, dass der jetzige Markt durch einen größeren Neubau ersetzt und der Eingangsbereich zum großen Parkplatz hin verlegt werden solle. In den Neubau sollten auch die Filiale der Frankfurter Sparkasse und der Kiosk integriert werden, sagte der Rathauschef.
Frosch: „Zurzeit laufen noch die Verhandlungen zwischen dem Investor, dem Eigentümer des Plus-Grundstücks und Plus als Marktbetreiber. Plus hat grundsätzlich erklärt, den Standort Steinbach langfristig zu erhalten, sofern die baulichen Rahmenbedingungen verbessert werden.“ Die Verträge seien aber noch nicht unterschriftsreif, begründete Frosch, warum er noch keine näheren Angaben zum Investor machen könne. Auch sei noch nicht endgültig geklärt, ob das Bauamt und das Ordnungsamt in das Projekt integriert werden sollen.

Zweite Säule des Projektes „Neue Mitte“ sei der Bau einer Altenpflege- und Betreuungseinrichtung auf einem Teil des Grundstücks der katholischen Kirche an der Untergasse, sagte Frosch. Zusätzlich seien aber auch betreute Wohnungen über dem neuen Lebensmittelmarkt vorgesehen. „Die Realisierung des Altenpflegeheimes auf dem Kirchengrundstück steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Neubau des Plus-Marktes, es handelt sich dabei um den gleichen Investor“, informierte Frosch. Allerdings müssten noch die Entscheidungen der katholischen Kirchengemeinde beziehungsweise des Bistums abgewartet werden.

Gefragt hatten die Sozialdemokraten auch nach der Zukunft des Pijnackerplatzes. Im Gegensatz zum St.-Avertin-Platz habe die Stadt nur sehr begrenzte Einflussmöglichkeiten auf Gestaltung und Funktionen des alten Ortskerns. So sehr es für die Kunden des Tengelmann-Marktes auch wünschenswert wäre, ließe sich keine weiterer Parkraum am Pijnackerplatz einrichten, sagte Frosch. Auch eine Erweiterung des Marktes sei nicht möglich. Ziel der Stadt könne es nur sein, im Falle einer Schließung des Marktes bei einer Nachnutzung des Gebäudes behilflich zu sein. Die Einrichtung einer Markthalle mit Ökoprodukten oder aber einer internationalen Markthalle seien denkbar.

Direkte Einflussmöglichkeiten auf die künftige Gestaltung des alten Ortskerns habe die Stadt allenfalls über ihre eigenen Liegenschaften, sprich die Stadtbücherei mit der Scheune und das Backhaus in der Kirchgasse, erklärte der Bürgermeister. Hier könne er sich sehr gut auch Gastronomie, eine Eisdiele oder auch ein Café vorstellen. (new)