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Christlich Demokratische Union Deutschlands
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TZ Printausgabe vom 05.03.2007
Steinbacher wollen Markt am Pijnackerplatz Von Sophia Bernhardt
Steinbach. Ohne Bringdienst kein neuer Supermarkt – auf diese Formel lässt sich die Forderung des CDU-Parteichefs Siegfried Czarnetzki bringen. In der nächsten Stadtverordnetenversammlung wollen die Christdemokraten per Antrag darauf drängen, dass nur ein Unternehmen, das eine solche Lieferung frei Haus anbietet, den Zuschlag für den geplanten Supermarkt am „Taubenzehnten“ erhält. In Stierstadt und Nachbargemeinden sei ein solcher Lieferservice bei einem Mindesteinkauf von 15 Euro üblich, so Czarnetzki. Nach Informationen der TZ ist für das Gebiet „Taubenzehnter“ derzeit ein Bio-Supermarkt im Gespräch.
Am Freitagnachmittag und Samstagvormittag warben Czarnetzki und seine Mitstreiter auf dem Pijnackerplatz für ihren Vorschlag und boten Steinbachern an, deren Einkauf unentgeltlich nach Hause zu bringen. Die Resonanz wertete der Parteichef als sehr positiv. Viele der rund 40 Standbesucher hätten ihn sehr überrascht auf den Bringdienst angesprochen, der von fünf Steinbachern in Anspruch genommen wurde. „Wir haben sehr kontrovers diskutiert“, zieht Czarnetzki Bilanz.
Auch aggressive Töne von Steinbachern, die gegen eine Schließung der Tengelmann-Filiale am Pijnackerplatz sind, bekam der CDU-Chef zu hören. Dazu Czarnetzki: „Wir konnten die Unterstellung von der SPD, dass wir gegen den Tengelmann sind, revidieren.“ Schon seit 1997 habe der Tengelmann, der von einem Investor in Berlin betrieben werde, immer wieder gedroht, zu schließen. Die Innenstadt veröde, da „die Leute im Moment lieber auf der grünen Wiese einkaufen. Wenn sie älter sind, schreien sie laut“, wenn es keine zentrale Einkaufsmöglichkeit gebe, so Czarnetzki.
„Wir möchten den Tengelmann erhalten, aber die Entscheidung darüber fällt am grünen Tisch“, stellt der Christdemokrat klar. Für Steinbach mit seinen 10 100 Einwohnern sei es schon ambitioniert, wenn man drei Märkte halten wolle. Die CDU jedoch wolle mit dem Bringservice vorausdenken – eine Situation wie bei der Schließung der Post verhindern – und eine Alternative aufzeigen, falls der Tengelmann eines Tages schließen werde. „Mit dem Tengelmann würde ein Stück Lebensqualität wegbrechen“, so Czarnetzki.
Falls das Geschäft eines Tages auszieht, könnte in den leer stehenden Räumen ein Café eingerichtet werden, meint Czarnetzki. Der Parteichef kündigte zudem an, dass die CDU in Zukunft alle zwei Monate mit einem Stand auf dem Pijnackerplatz vertreten sein werde, um über aktuelle politische Themen zu informieren.
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